Elemente der Zusammenarbeit

Alle Elemente der Zusammenarbeit wurden in einem Kooperationskalender mit der benachbarten Grundschule „Sonnenschule“ und den Kindertageseinrichtungen der Umgebung festgehalten und sollen hier im Einzelnen erläutert werden.

 

Gespräche am runden Tisch

Zum intensiven Austausch der Einrichtungen findet einmal jährlich ein Treffen der Kindertageseinrichtungen und der Schule statt. Dazu lädt die Horstschule oder die Sonnenschule ein. Die inhaltliche Planung des Treffens wird in Abstimmung mit den KiTA – Leitungen und der Sonnenschule  vorgenommen.

Die wesentlichen inhaltlichen Schwerpunkte sind:

=> Vorstellung der Teilnehmer/innen (falls ein Wechsel der Ansprechpartner stattgefunden hat)

=> Kurze inhaltliche Darstellung der Arbeit in der Schuleingangsphase

=> Wünschenswerte Kenntnisse, Verhaltensweisen und Fertigkeiten besprechen und aufeinander abstimmen

=> Vereinbarungen für die Fortführung der Zusammenarbeit gegenseitige Hospitationen; gemeinsame Fortbildungen; gegenseitige Informationen, weitere Gespräche und Austausch von Erfahrungen

=> Vorbereitung von Informationsveranstaltungen

 

Gemeinsame Elternabende

Nicht nur für die Kinder ist der Übergang in die Schule ein besonderes Ereignis auch für die Eltern ist der Eintritt ihres Kindes in die Schule ein wichtiger Lebensabschnitt in ihrem Familienleben. Deswegen gilt es auch für die Eltern einen gelungenen Übergang zu schaffen. Diesen Prozess unterstützen wir, indem wir unterschiedliche Elternabende in der KiTa bzw. der Grundschule anbieten.  

 

Elternabend in der Horstschule

Die erste Begegnung mit der Horstschule vollzieht sich für die Eltern beim Infoabend für die Eltern der 4-Jährigen, der in der Regel zwei Jahre vor der Einschulung stattfindet. Da die genaue Information für die Delfin 4 Testung aufgrund der Abschaffung des Testes weitgehend wegfällt, wird der Elternabend, der in Kooperation der Kindergärten und der Sonnenschule stattfindet, dahingehend genutzt, die Eltern auf die Erwartungen der Schule vorzubereiten und ihnen Möglichkeiten aufzuzeigen, wie sie ihr Kind auf die Schule vorbereiten können.

 

Elternabende in den KiTas

Mit Beginn des Kindergartenjahres finden in der Regel im September die Elternabende in den Kindergärten für die Maxikinder statt. Dieser Zeitpunkt ist ein wichtiger Einschnitt, denn die Anmeldung der Schulanfänger steht dann unmittelbar bevor.

Auf Grund der vielen Fragen, die die Anmeldung in der Schule mit sich bringt, besteht für die Kindergärten das Angebot den Tagesordnungspunkt „Schulanmeldung“ bei diesem Elternabend mit aufzunehmen. Eine Vertreterin der Horst- oder Sonnenschule nimmt dann an diesem Elternabend teil, um den Eltern für Fragen zu Verfügung zur stehen.

 

Vorschulische Förderung in der Grundschule

Seit dem Schuljahr 2015/16 wurde an unserer Schule die vorschulische Förderung etabliert, diese sieht vor, dass unsere Viertklässler einen Besuch für die Maxi-Kinder vorbereiten. In diesem Kontext werden z.B.  Bilderbuchkinos vorbereitet, Theaterstücke eingeübt oder Bewegungsparcours aufgebaut.

Zu dieser Förderung werden zurzeit folgende Kindergärten eingeladen:

=> Stephanus-Kindergarten

=> Kindertagesstätte am Lerchenweg

=> Familienzentrum Löwenzahn

=> Franziskus-Kindergarten

 

Austausch Erzieherinnen und Klassenlehrerinnen

Sobald als möglich soll die Klassenführung für die Eingangsklassen festgelegt werden, damit die zukünftigen Klassenleitungen ihre Kinder im Kindergarten besuchen können. Dort soll im vertrauten Rahmen eine erste Kontaktaufnahme zwischen Kindern und den Klassenleitung stattfinden. Bei dieser Gelegenheit sollen die Beobachtungsbögen der Eingangsdiagnose weiter ergänzt werden und Gespräche mit den Erziehern stattfinden. Bei Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf nimmt nicht nur die zukünftige Klassenleitung, sondern gegebenenfalls auch unser Förderschullehrer und/oder die Schulleitung, Kontakt zum Kindergarten auf.

Hinsichtlich der Klassenzusammenstellung unterstützen uns die KiTa-Leitungen bzw. die Erzieher, um schwierige Gruppenzusammenstellungen zu vermeiden.

 

Teilnahme an Festen und Feiern

Im Rahmen der Zusammenarbeit der Horstschule mit den benachbarten Kindertageseinrichtungen gibt es vor allem im Rahmen von Festen und Feiern im Kindergarten und im Jahreskreis der Schule immer wieder Gelegenheiten für gegenseitige Besuche und Begegnungen.

So laden wir die Kinder und Erzieher/innen zu unseren Festen wie z.B. Schulfest, Zirkus – insbesondere Zirkusproben und Einschulungsgottesdienste ein und nehmen selbst am Segnungsgottesdienst der Schulanfänger teil.

 

 

Tag der offenen Tür

Der Tag der offenen Tür findet zeitlich vor der Schulanmeldung statt und soll den Eltern die Möglichkeit eröffnen unsere Schule, unser Team und die dazugehörige OGS auch von innen näher kennenzulernen. Er soll den Eltern Schulalltag und die Räumlichkeiten unserer Schule zeigen.

Die Eltern nehmen an einer Schulführung teil. Sie erhalten am Schulvormittag die Möglichkeit am Unterricht einer Klasse der Schuleingangsphase teilzunehmen. Im Anschluss an die Unterrichtsmitschau treffen sich alle Teilnehmer und es werden noch bestehende Fragen besprochen.

 

 

Anmeldeverfahren an der Horstschule

Mit der Anmeldung  an unserer Schule beginnt nach unserer Auffassung bereits der Eintritt in die Schuleingangsphase. Dieses lässt sich damit begründen, dass die Eltern und Kinder ab diesem Tage in einem regelmäßigen Austausch kommen, der je näher der Einschulungstermin rückt auch von den zeitlichen Abständen immer kürzer wird. Dabei setzt unsere Schule zum einen auf Informationsgespräche mit den Erziehungsberechtigten, auf schriftliche Informationen und Merkhilfen sowie auf die Zusammenarbeit mit den benachbarten Kindertageseinrichtungen.

Die Anmeldetermine werden seitens des Schulträgers vorgegeben. In der Regel finden sie zwischen September und Oktober statt.

Die Anmeldung wird so gestaltet, dass das Sekretariat und die Schulleitung den Eltern gemeinsam begegnen.

Zur Anmeldungen an unserer Schule werden folgende Formalitäten erledigt:

=> Vorlage des ausgefüllten Anmeldescheins und Kontrolle der Vollständigkeit

=> Geburtsurkundenabgleich mit den Angaben im Anmeldeschein

=> Homepage- und Presseeinwilligung

=> Schweigepflichtentbindung KiTa - GS

=> Angaben zum Sorgerecht

=> Angaben zur Entwicklung des Kindes z.B. Therapien und Erkrankungen

=> Interessenbekundung OGS

=> Teilnahme am Religionsunterricht

=> Teilnahme am Unterricht Herkunftssprache

=> Abfrage über Wünsche zur Klassenbildung (Freunde etc.)

 

 

Schuleingangsdiagnose

Die Schuleingangsdiagnostik gibt uns einen ersten Eindruck über die Fähigkeiten und Fertigkeiten mit denen unsere Schulanfänger zu uns in die Schule kommen. Sie findet zeitnah nach den Anmeldungen statt und soll uns erste Erkenntnisse für unsere Förderplanung der Schuleingangsphase geben. Zudem ist unsere Schuleingangsdiagnostik, die im nachfolgenden Schulspiel genannt wird, auch für die Eltern sehr hilfreich, da sie konkrete Rückmeldungen über ihr Kind bekommen.

 

In der Regel werden die Eltern direkt bei der Anmeldung zum Schulspiel eingeladen. Die Einladung besteht aus einem Anschreiben an die Eltern und einem Brief an den Schüler selbst.

 

Je nach Anmeldezahlen findet das Schulspiel an einem oder zwei Nachmittagen statt. Es ist so organisiert, dass jeweils eine Lehrkraft ca. 45 Minuten mit einem Schulanfänger / einer Schulanfängerin verbringt, es kennenlernt und die gemachten Beobachtungen dokumentiert.

Im Schulgebäude stehen in den Klassenräumen unterschiedliche Stationen zur Diagnose verschiedener Fähigkeiten bereit.

 

Folgende Fähigkeiten werden diagnostiziert:

=> Feinmotorik

=> auditive und visuelle Wahrnehmung

=> Wortschatz und Ausdrucksfähigkeit, Sprachstandsanalyse

=> Grobmotorik

=> Konzentrationsfähigkeit

=> Körperwahrnehmung

=> Kontaktfähigkeit

=> Aufgabenverständnis

=> Mathematisches Vorwissen

=> Logisches Denken

=> Pränumerische Kompetenzen

=> Merkfähigkeit

=> Arbeitsverhalten

=> Lateralität

 

Während die Kinder die Stationen im Schulgebäude durchlaufen und nebenbei bereits das Schulgebäude kennen lernen, haben die Eltern die Möglichkeit sich untereinander auszutauschen. Gesprächsanlasse in dieser Runde sind:

             Was kann mein Kind schon?

             Warum freue ich mich auf den Schulbeginn meines Kindes?

             Was macht mir Sorge, wenn ich an den Schulstart meines Kindes denke?

In einer Kleingruppe von ca. 6-8 Erziehungsberechtigten können sich die Eltern zu ihrem Kind äußern, lernen andere Eltern kennen, haben die Möglichkeit ihre Fragen zu stellen und kommen unbefangen ins Gespräch.

 

Nach dem Rundgang der Kinder mit dem Lehrer wird die Gruppe aufgelöst und die Eltern gehen in ein vertrauliches Gespräch mit der Lehrkraft, die das Kind während des Schulspiels betreut hat. Sie gibt im Einzelgespräch den Eltern Rückmeldungen zu ihren Beobachtungen und gibt Tipps und Anregungen für die Förderung im Elternhaus. Als Gedächtnisstütze erhalten die Eltern einen Rückmeldezettel, so dass sie die Fördermöglichkeiten zu Hause noch einmal nachlesen können.

 

Neben der Beobachtungen während unseres Schulspieles ergänzen wir unsere Schuleingangsdiagnostik mit den Aussagen im schulärztlichen Gutachten, den Beobachtungen im Kindergarten und den Langzeitbeobachtungen der Erzieher/innen. Auf Wunsch der Eltern ziehen wir auch Berichte von Therapeuten hinzu. So schaffen wir uns im Anmeldejahr einen Eindruck über die Lernvoraussetzungen jedes einzelnen Kindes, um daraus unsere individuelle Förderung abzuleiten.

 

 

Klassenbildung

Die Klassenbildung erfolgt ebenfalls auf Grundlage unserer Schuleingangsdiagnostik.

Wir legen viel Wert auf eine heterogene Zusammenstellung der Klassengemeinschaften. Der Anteil an leistungsstarken und leistungsschwachen Kindern, das Verhältnis von Jungen und Mädchen, die Ausgewogenheit von Religionszugehörigkeit und Nationaltäten sollen das Klassengefüge bestimmen.

Freundschaften helfen für einen guten Schulstart, so dürfen die Kinder bzw. die Eltern zur Anmeldung ein Kind benennen, dass mit ihrem Kind in die gleiche Klassen gehen soll.

Die zukünftigen Klassenlehrer/innen stimmen gemeinsam mit der Schulleitung die Verteilung ab. Dabei achtet die Schulleitung auf das soeben beschriebene ausgewogene Klassengefüge. Den Wünschen der Kinder bzw. Eltern kann nur dann entsprochen werden, wenn sich diese positiv auf ein ausgewogene Klassengefüge auswirken.

 

 

 

Elternabend für die Eltern der Schulanfänger

Kurz vor den Sommerferien findet für die Eltern ein gemeinsamer Informationabend mit folgenden Themen statt:

=> Gestaltung des ersten Schultages

=> Erläuterung des pädagogischen Anfanges

=> Vorstellung der Klassenleitungen

=> Kennenlernen der Klassenräume

 

Schnupperunterricht

Die Schulanfänger/innen werden kurz vor der Einschulung zu einem Schnupperunterricht mit ihren zukünftigen Klassenlehrern eingeladen. Zu dieser ersten „Unterrichtsstunde“ kommen die Kindergartenkinder in die Horstschule. So verbringen die Kinder bereits vor der Einschulung eine Schulstunde in ihrer neuen Klassengemeinschaft und mit ihrem Klassenlehrer. Dieses Zusammentreffen nimmt den Kindern ihre Aufregung und eventuelle Ängste vor der Schule und steigert die Freude auf die Einschulung. Die Kinder entwickeln durch diesen Kontakt eine Vorstellung, was sie in der Schule erwartet.

 

 

 Einschulung

 

Der erste Schultag für die Schulanfänger/innen beginnt mit einem ökumenischen Gottesdienst am 2. Tag des Schuljahres. Dieser Gottesdienst findet in Absprache mit den Kirchengemeinden in der Stephanuskirche oder in der Franziskuskirche statt.

Zum Abschluss des Gottesdienstes werden die Kinder gesegnet und dann von ihren Angehörigen zur Schule begleitet.

Auch die Kindergärten sind herzlich eingeladen mit den neuen MAXI-Kindern an  diesem Gottesdienst teilzunehmen.

Im Anschluss findet in der Schule – je nach Wetterlage auf dem Schulhof oder in der Turnhalle- eine kleine Begrüßungsfeier für unsere Schulanfänger  statt. Die Klassenlehrer der 2. Schuljahre sind für die Gestaltung und Organisation der Einschulungsfeier verantwortlich. Sie bereiten in Absprache mit den Kollegiumsmitgliedern ein kleines Programm vor und begrüßen die Erstklässler mit ihren Eltern, Großeltern, Paten und Freunden durch Gesang; Tanz; Spiel; Flöten oder sonstige Programmbeiträge.

Schulkinder, deren Geschwister eingeschult werden, die jedoch nicht an der Gestaltung der Feier beteiligt sind, dürfen an der Einschulungsfeier teilnehmen.

Zum Abschluss gehen die Klassenlehrer/innen mit den Schulanfängern zur ersten Unterrichtsstunde ins Schulgebäude.

Die Eltern und sonstigen Angehörigen werden in der Zwischenzeit mit Kaffee und Kuchen auf dem Schulhof oder in den Räumen der OGS bewirtet. Die Organisation dieser Bewirtung erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Förderverein und den Eltern der 2. Klassen.  

Nach der ersten Unterrichtstunde begleiten die Lehrer ihre Klasse zurück auf den Schulhof. Anschließend werden die Kinder von ihren Eltern in Empfang genommen.

 

Behutsamer Einstieg in den Schulalltag durch den pädagogischen Anfang

Um den Kindern die Eingewöhnung in den neuen Lebensraum zu erleichtern haben wir uns für einen pädagogischen Anfang entschieden. Das bedeutet, dass der Unterricht für die ersten Schuljahre in den ersten beiden Wochen noch nicht nach der Stundentafel stattfindet.

In dieser Zeit werden die Kinder behutsam an den Schulalltag herangeführt. Genauere Informationen dazu erhalten die Eltern am Elternabend vor den Sommerferien.

 

Orientierung im Schulalltag

Nicht nur die stufenweise Steigerung der Unterrichtsstunden dient der Eingewöhnung in das Schulleben, sondern auch die Unterrichtsgestaltung im Anfangsunterricht dient dazu, dass die Kinder sich in der Schule einleben.

Folgende Schwerpunkte beachten wir, damit die Kinder einen gelungen Übergang ins Schulleben bekommen:

=> Einsatz bekannter Rituale aus dem Kindergarten (Morgenkreis bzw. Erzählkreis, freies Spiel auf dem Schulhof, Singspiele, Rhythmusübungen, Vorleserunden)

=> Rundgang durch die Schule und kennen lernen aller Klassen und Lehrer sowie Sekretärin und Hausmeister

=> Einsatz von Bewegungsspielen

=> Einführung neuer Frühstücksrituale

=> Erarbeitung der Klassenregeln

=> Einführung der Klassendienste

=> Methodentraining (Abheften, anspitzen, lochen, Tornistercheck, Notation der Hausaufgaben)

=> Arbeitstechniken (einkreisen, ankreuzen, nachspuren)

=> offene Unterrichtsformen greifen auf die selbstbestimmte Tätigkeit des freien Spiels im Kindergarten zurück und sind besonders zu fördern und einzusetzen.

=> Phasenwechsel

 

 

Diagnose in der Schuleingangsphase 1 und 2

 

Die ersten Wochen nutzen wir, um die Kinder in ihrer Persönlichkeit kennen zu lernen, ihre Leistungsfähigkeiten einzuschätzen und ihre Anstrengungsbereitschaft langsam zu steigern.

Neben unseren wichtigen, täglichen Unterrichtsbeobachtungen während des Unterrichtsgeschehens setzen wir auf verschiedene Diagnostiken, die uns helfen, die Kinder fachlich gut einzuschätzen. Hierzu wurde vom Kollegium eine gemeinsame Vereinbarung getroffen zu welchem Zeitpunkt entsprechende Diagnoseverfahren in der Schuleingangsphase einzusetzen sind.

 

 

Organisation und Verweildauer in der Schuleingangsphase

 

Unsere Schule arbeitet in der Schuleingangsphase jahrgangsbezogen, dazu gehört es, dass alle Kinder der ersten Klasse ohne Versetzung am Ende der Klasse 1 am Unterricht der Klasse 2 teilnehmen.

Dieser Übergang wird im Schulgesetz wie folgt festgelegt:

„Die Schülerinnen und Schüler gehen ohne Versetzung vom ersten Schulbesuchsjahr in das zweite Schulbesuchsjahr über.“[1]

Auch wenn ein Kind am Unterricht der Klasse 2 teilnimmt, kommt es vor, dass es die Anforderungen des ersten Schuljahres noch nicht alle beherrscht. Deswegen ist die Diagnostik im zweiten Schuljahr eine wichtige Grundlage, um die Kinder in ihrem Lernen individuell zu fördern.

Für Kinder, die die Anforderungen des ersten Schuljahres noch nicht erreicht haben, schreibt das Klassenteam einen schrittweise angelegten Förderplan, der die individuelle Förderung des Schülers dokumentiert und allen Kollegen, die in der Klasse unterrichten zur Verfügung steht. Die Eltern werden über die Inhalte des Förderplans informiert.

Da die Inhalte des ersten Schuljahres die Basis allen weiteren Lernens sind, wird der Unterricht so gestaltet, dass Kinder, die die Anforderungen der Klasse 1 noch nicht erreicht haben, zunächst die Gelegenheit bekommen, diese aufzuarbeiten oder weiter zu vertiefen, während die anderen Kinder bereits neue Lerninhalte erarbeiten.

Können einem Kind die Lerninhalte des zweiten Schuljahres noch nicht in allen Bereichen angeboten werden, so werden die Eltern frühzeitig darüber in Kenntnis gesetzt und über die Verweildauer eines dritten Jahres informiert. Ist abzusehen, dass ein Schüler bzw. eine Schülerin ein drittes Jahr in der Schuleingangsphase verweilt wird auf eine Benotung bzw. Teilnahme an Lernzielkontrolle, im Interesse der zu erhaltenden Lernmotivation, verzichtet. Überforderungen sollen in jedem Fall vermieden werden.

Sehr leistungsstarke Schüler können bei entsprechender Begabung, die Schuleingangsphase in einem Jahr durchlaufen. Eine Verkürzung der Verweildauer um ein Schuljahr setzt voraus, dass der Schüler die verbindlichen Anforderungen nach Klasse 2 bereits zum Ende des ersten Schulbesuchsjahres erfüllt.

 

Leistungsbewertung und Zeugnisse in der Schuleingangsphase

 

Die Leistungsbewertung in der Schuleingangsphase ist in unserem Leistungskonzept festgelegt worden.

Grundsätzlich gelten folgende Vereinbarungen:

 

=> Die Kinder der Schuleingangsphase erhalten zum Ende des Schuljahres ein Zeugnis in Rasterform.

=> Im zweiten Halbjahr des 2. Schulbesuchsjahres werden die Kinder an die Notengebung herangeführt.

=> Das Zeugnis der Klasse 1 und 2 enthält Aussagen zum Arbeits- und Sozialverhalten und Aussagen in Rasterform zu allen Fächern.

=> Ein Versetzungszeugnis in die Klasse 3 enthält zusätzlich zu den Beschreibungen Noten.

=> Verbleibt ein Schüler in der Schuleingangsphase und wiederholt die Klasse 2 enthält das Zeugnis keine Noten.

=> Verbleibt ein Schüler in der Schuleingangsphase und wiederholt die Klasse 2 werden die Eltern schriftlich spätestens 10 Wochen vor der Versetzung über die Nichtversetzung informiert.

 

 

[1] Ausbildungsordnung AO-GS §7